DL0MHR
Mülheimer Amateur-Radio-Club e.V.
ILLW-2013
Funkbetrieb Funkbetrieb
ILLW 2013 – Funken aus der Ringelsocke Im Mai begannen wir mit den Vorbereitungen zu unserem fünften ILLW, um den Leuchtturm Pilsum zum zweiten Mal zu aktivieren. Ein Anruf bei der freundlichen Mitarbeiterin der Deichacht Krummhörn, die für den Turm zuständig ist, brachte die Gewissheit, dass wir in „unseren“ Turm hinein könnten, und so schlossen wir sofort den Mietvertrag für die zwei ILLW-Tage ab und meldeten uns auch  in der  ILLW-Entrance-List ( www.illw.net ), in der alle  angemeldeten Leuchttürme aufgelistet werden, an Der rot-gelb-gestreifte Pilsumer Leuchtturm, den viele auch als „Ottoturm“ kennen, weil in ihm Teile des Films „Der Außerfriesische“ mit Otto Waalkes spielten, wird von den Friesen liebevoll  „Ringelsocke“ genannt. Am Freitag, den 16.8.13 holten wir bei der Deichacht den Turmschlüssel ab und nahmen ein freundliches „Sie kennen sich ja aus“ mit auf den Weg zur Ringelsocke, in der wir schon unser Equipment einschließen konnten. Am nächsten Morgen bauten wir oben in der Leuchtenkammer unser Shack auf. Als Transceiver diente uns ein IC-7000 mit AT- 100Pro Autotuner. Da der Turm ganz aus Eisen ist, musste die Antenne mit Abstand aufgebaut werden. Dazu kam ein 8m hoher GFK-Teleskopmast zum Einsatz, der an dem 20m entfernten Deichzaun festgebunden und abgespannt wurde. Dabei wurden wir von mehreren vorbeikommenden Urlaubern interessiert gefragt, was wir denn da machen und ernteten Erstaunen und Anerkennung für unsere Aktivität. Als alles aufgebaut war bekamen wir Besuch von unserem OV-Mitglied Bernd DO8EF, der zum Team beim nahen Leuchtturm Knock gehörte und so unseren  Einstieg auf 40m im Turm live miterlebte. DL0MHR, das Rufzeichen des Mülheimer Amateur Radio Clubs war wieder in der Luft. Nach 3 ½ Stunden gönnten wir uns eine kurze Pause und tauschten den 40m-Dipol gegen den 20m-Dipol. Gute 2 Stunden auf 20m brachten über 100 QSOs ins Log, wobei wir bis Kanada gehört wurden. Ein erneuter Antennentausch ließ uns dann auf 80m aktiv werden. Nach dem ersten Ruf brach ein Pile-up aus und nach weiteren 90 Minuten mit 77 QSOs hieß es für heute QRT machen. Denn da die Antenne nicht über Nacht allein auf dem Deich stehen bleiben konnte, bauten wir sie im letzten Licht des Tages ab.  Am Sonntagvormittag starteten wir erneut auf 40m und da so viele nette OMs und YLs erneut für ein Pile-up sorgten, haben wir das Band an diesem Tag gar nicht mehr gewechselt. Eine Zwangspause von 2 ½ Stunden ergab sich, da zwei Leuchtturmführungen stattfanden. Dazu mussten wir unsere gesamte Funkausrüstung in der Leuchtenkammer so zusammenpacken und unter den Sitzbänken verstauen, damit alle Besucher genügend Platz hatten, um den Führungen zu folgen. Sie sind sehr zahlreich besucht, da sie für Interessierte die einzige Möglichkeit  bieten, den Turm von innen zu sehen. Die Fremdenführerin der Deichacht begrüßte uns als „die Funkfreunde“ und baute uns so gleich in ihren Vortrag mit ein. Als wir anschließend wieder allein waren und das Shack wieder eingerichtet war, gab es noch einen 4 ¼ Stunden-Funkmarathon, bis nach insgesamt 12 ½ Stunden am Mikrofon 500 QSOs geloggt waren. Sehr gefreut haben wir uns über die vielen netten Reaktionen aller OMs und YLs, die geduldig und diszipliniert waren und uns so halfen so viele Verbindungen mit dem Pilsumer Leuchtturm zu schaffen. Selbst im Pile-up war es möglich auch noch einige persönliche Worte auszutauschen. Eine besondere Freude war es für uns mit mehreren Mitgliedern unseres OV L15 Funkkontakt zu haben. Wir bedanken uns beim Mülheimer Amateur Radio Club MARC e.V. der uns sein Rufzeichen DL0MHR zur Verfügung stellte und uns bei der Turmmiete und den QSL- Karten sponsert.     Hans Münzenhofer, DK6EA Heike Beiderwieden, DC2CT